Es ist trocken. Das ist der Wermutstropfen. Der Wald leidet. Ebenso gewisse landwirtschaftliche Kulturpflanzen. Das bisschen Regen, das die monatelange Schönwetterperiode nur wenige Tage lang unterbrach, reicht nirgends hin. Doch Äpfel und Zwetschgen gibt es zuhauf. Und der Weinjahrgang 2018 könnte auch qualitativ neue Massstäbe setzen.

Aber vor allem entwickelte sich diesen Sommer ein ganz anderes Lebensgefühl. Etwas langsamer, etwas lockerer und sehr viel offener wurden die Menschen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Auch wenn die Tage kürzer werden, die Abende kühler. Tagsüber ist es noch immer sehr, sehr warm. Am Dienstag wurden in Basel gar wieder 30 Grad gemessen. Nach einer kurzen Unterbrechung am Donnerstag und Freitag soll das Thermometer wieder auf 28 Grad klettern.

Aber vor allem ist es die Kombination von sommerlichen Temperaturen und dem herbstlichen Licht, welche die Seele streichelt und das Gemüt erhellt. Es könnte ewig so weiter gehen. Bloss die innere Uhr scheint nicht mitzumachen. Im Rhein, noch immer fast 22 Grad warm, fehlen die schwimmenden Menschenmassen. Die Gartenbäder in der Stadt haben ihre Saison bereits beendet, jene auf dem Land schliessen mehrheitlich spätestens dieses Wochenende. Solange man draussen sitzen kann, ist das verkraftbar. Welcher Einfluss dieses mediterrane Lebensgefühl auf das Bruttoinlandprodukt hat, ist nicht bekannt. Vermutlich ist den Ökonomen noch zu heiss. (dsi)

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