«Nun mit der Ringstrasse vorwärtsmachen»

«Wichtig ist, dass wir nun an der Wettbewerbsfähigkeit des Kantons arbeiten. Die Idee, hohe Einkommen steuerlich zu entlasten, begrüsse ich. Da müssen wir etwas tun. Hier wie andernorts ist der Spielraum allerdings nicht so gross, als dass wir gleich alle Vorsichtsregeln über Bord werfen könnten. Ebenfalls wichtig ist es, Projekte in der Infrastruktur und Arealentwicklung in Angriff zu nehmen. Blockiert war bisher die Planung einer neuen Ringstrasse. Dabei gibts in der Region kaum tangentiale Verbindungen. Baselland muss hier vorwärtsmachen – notfalls auch alleine.»

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«Grosse Würfe nötig – etwa ein Krebszentrum»

«Nach zehn Jahren Stillstand und Sparen müsste die Regierung nun aufzeigen, wie der Kanton in die Zukunft gehen soll. Ich sehe allerdings keinen Gestaltungswillen. Der Kanton flickt und verschönert, baut da einen Kreisel und dort eine Umfahrung. Das vorhandene Geld droht zu versickern. Dabei wären grosse Würfe nötig, die nachhaltig etwas bringen: Der Kanton Baselland als Mitträger der Universität könnte etwa den Aufbau eines nationalen Krebszentrums initiieren. In der Region sind sehr gute Onkologen tätig. Diese Kräfte gälte es in einem weltweit führenden Zentrum zu bündeln.»

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«Schuldenabbau bleibt trotz Überschuss zentral»

«Der Überschuss in der laufenden Rechnung ist erfreulich, in der Höhe aber doch eher bescheiden. Baselland bleibt der Kanton mit der dritthöchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Schweiz, deshalb ist der Schuldenabbau zentral. Bei den Investitionen sind keine Hirngespinste nötig, es wären genügend sinnvolle Projekte vorhanden. Diese zum Fliegen zu bringen, ist nun Aufgabe der zuständigen Direktionen. Zentral scheint mir, dass der Kanton die Digitalisierung in der Verwaltung umsetzt. Eine effiziente, bürgerfreundliche Verwaltung wird sich auch wirtschaftlich positiv auswirken.»

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«Steuerwettbewerb nicht mitmachen»

«Die Regierung will den Spielraum nutzen für Steuersenkungen. Dies bei den natürlichen und juristischen Personen. Das ist verkehrt. Baselland muss den Steuerwettbewerb nicht mitmachen. Die SP fordert Investitionen in den öV und in die Bildung. Dass in die Erneuerung der Schulen investiert werden muss, hat die Regierung teilweise erkannt. Bei der Erhöhung der Prämienverbilligungen erkennen wir einen minimalen Ansatz, auch Familien und Bedürftige am neuen Spielraum zu beteiligen. Damit wird aber nur die völlig falsche Senkung der Verbilligungen von 2016 rückgängig gemacht.»